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| Afrikanischer
Zwergsiebenschläfer |
| Graphiurus
murinus ? engl. Dwarf African Dormouse

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| Allgemeines |
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Diese possierlichen kleinen Tierchen kommen
im Sudan, in Süd-Afrika und von Äthiopien bis Namibia vor. Sie haben
eine Gesamtlänge inkl. Schwanz von etwa 12 cm. Das Fell ist gräulich
und sehr weich. Die Bauchseite ist weißlich. Die Augen sind wie bei den
meisten nächtlich aktiven Tieren groß und rund. Ihr Gewicht beträgt
in etwa 18 - 30 Gramm. Sie sehen unserem einheimischen Siebenschläfer
sehr ähnlich sind nur erheblich kleiner. Auch sie gehören wie
unser Siebenschläfer zu den Bilchen. Es sind arborale (baumbewohnende)
Tiere, die bevorzugt in den Wäldern Süd- und Ost-Afrika leben. Sie
bewohnen aber auch Gebirge und trockenes Grasland. In Afrika gibt es
über 10 verschiedene Arten. Sie bauen ihre Nester in den Zweigen von
Büschen, Bäumen und Sträuchern, manche Arten aber auch in
Steinspalten oder in den Strohdächern der Häuser. Es sind sehr
gesellige Tiere. Man hat schon Nester mit über elf ausgewachsenen
Tieren verschiedenen Geschlechts gefunden. In der Dämmerung und Nachts
gehen sie in ihrem Revier auf Futtersuche. Den Tag verbringen sie
zumeist schlafend in ihren Nestern. Sie sind sehr schnell und wendig,
können gut springen und sind ganz auf ein Leben in Bäumen und
Sträuchern angepasst. Sie ernähren sich von Getreide, Samen, Nüssen,
Früchten, Insekten und Eiern. Für die Einheimischen gelten sie als
Schädlinge, da sie auch großen Schaden in Getreidevorräten anrichten
können. Auch sie können sich wie unser Siebenschläfer einen
Fettvorrat anfressen. Bei schlechtem Wetter fallen sie in eine Art
Ruhestarre und zehren von ihrem Fettvorrat.

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| Haltung |
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Ich halte meine Tiere in einer umgebauten
Joko Vogelbox von ca. 1,20 cm Breite, 40 cm Tiefe und 50 cm Höhe. Das
Gitter habe ich entfernt, Glasführungsschienen oben und unten
eingeklebt und zwei passende Glasscheiben eingesetzt. In die Decke habe
ich ein Lüftungsgitter eingebaut. Als Einstreu benutze ich das übliche
Kleintierstreu. Als Schlafbox habe ich verschiedene kleine
Hamsterhäuser genommen. Als Nistmaterial Wiesenheu und
zerrissenes Küchenpapier. Als Klettergelegenheit habe ich mehrere
kleine Zweige genommen, die regelmäßig gewechselt werden. Auch hier
natürlich nur Obstbaumzweige von ungespritzten Bäumen. Des weiteren 2
etwas größere Steine. Da ich den Käfig inzwischen für zu klein
befunden habe, baue ich zur Zeit einen größeren. Dieser wird eine
Höhe von etwa 1,5 m haben. Als Futterschalen benutze ich
Steingutgefäße die einen festen Stand haben. Auch Wasser reiche ich in
einem solchen Gefäß. Die Schlafhäuser sollten aus abwaschbaren
Material sein. Sie urinieren und koten auf alles. Deshalb sind auch die
Zweige regelmäßig zu wechseln. Man sollte sich immer zwei Tiere
anschaffen. Alleine verkümmern sie. Wenn man keinen Nachwuchs möchte
ist es egal ob man zwei Weibchen oder zwei Männchen nimmt. Nur sollte
man Tiere aus einer Gruppe nehmen die sich schon kennen, oder aber sehr
junge Tiere verschiedener Gruppen. Setzt man ausgewachsene Tiere zusammen kann es zu Kämpfen
untereinander kommen wobei nicht selten schwere Verletzungen
(Schwanzverlust) die Regel sind. Hat man sich für ein Pärchen
entschieden so ist es ziemlich selten, das Nachwuchs ausbleibt.

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| Ernährung |
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Als Grundfutter nehme ich Nager- oder
Papageienfutter. Bei Obst sind sie nicht sehr wählerisch. Bei mir
wurden Weintrauben, Blaubeeren, Himbeeren, Äpfel, Birnen, Kiwi und auch
sonst alles andere Obst gefressen. Bei Steinobst wie Kirsche, Pflaume,
Pfirsich usw. bitte den Kern entfernen, da er Blausäure enthält.
Außerdem verfüttere ich wenige Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse.
Katzentrockenfutter stelle ich auch jeden Tag zur Verfügung. Einmal
wöchentlich erhalten sie einen Nager- oder Sittichkräcker. An
Lebendfutter reiche ich Mehlwürmer. Sehr gerne fressen sie auch
Früchtebrei (Babynahrung). Man kann auch Karotten anbieten.
Hartgekochte Eier fressen sie auch. Selbstverständlich jeden Tag mind.
einmal frisches Wasser. Das Futter sollte am besten Abends gereicht
werden.

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| Sonstiges |
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Trotz ihrer Kleinheit machen diese Tiere
viel Dreck. Der Käfig ist regelmäßig zu reinigen. Dies ist auch mit
Schwierigkeiten verbunden, da diese Tiere unheimlich flink sind und man
aufpassen muss das sie nicht entwischen. Die einfachste Methode ist das
gesamte Schlafhaus mitsamt den Tieren in einen anderen Behälter zu
stellen und dann den Käfig reinigen. Es sind unheimlich possierliche
Tiere und es macht Spaß ihnen beim Herumtollen im Käfig zuzuschauen.
Meine Tiere haben inzwischen schon 2 mal Nachwuchs gehabt. Nach einer
Tragzeit von ca. 20 Tagen bekommt das Weibchen zwischen 2 und 8 blinde
und nackte Junge. Bei mir waren es einmal 3 und einmal 4 Junge. Nach ca.
7 Tagen ist das Fell bei den Jungen gewachsen und nach 14 Tagen öffnen
sie die Augen. Das Nest verlassen sie nach ungefähr 3 Wochen das erste
Mal, bleiben aber weiterhin bei der Mutter. Wenn sie
selbstständig fressen können sie von der Mutter getrennt werden.

Ich habe inzwischen meine Afr. Zwergsiebenschläfer
komplett abgegeben.
Ich hatte 4 mal Nachzuchten mit insgesamt 13
Tieren
Hier noch Links zu Homepages die sich mit diesen
Tieren befassen:
Afr.
Zwerg-/Siebenschläfer

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