Akazien-Ratte
engl.: Acacia
Rat
lat.: Thallomys paedulcus
Vorkommen:
Südafrika und eine kleine Population in Ostafrika in trockenen Savannen
mit Akazienbewuchs.

Beschreibung: Die Akazienratte erreicht
eine Körperlänge von ca. 12 bis 16 cm. Der lange wenig behaarte Schwanz ist
zwischen 13 und 20 cm lang. Ein ausgewachsenes Tier wiegt ca. 68 Gramm. Durch
ihre Färbung ähnelt sie einem Bilch. Die Bauchseite ist
weiß.
Lebensweise: Akazien-Ratten sind dämmerungs- und
nachtaktiv. Sie leben fast ausschließlich wie der Name schon andeutet auf
Akazienbäumen und zwar auf Acacia xanthophloea (Gelbfieberbaum) und A. tortilis
(Regenschirmbaum) die ihnen auch
als Nahrungsquelle dienen. Sie haben sich damit eine ökologische Nische
gesucht, in der wenig Konkurrenz vorhanden ist. Durch die dornigen Akazienäste
sind sie gleichzeitig auch vor manchen Fressfeinden geschützt. Zu diesen
zählen Eulen, Marder und hauptsächlich baumbewohnende Schlangen wie z.B. die
Schwarze Mamba. Höchstens zwei Paare und ihre Jungtiere leben auf einer
einzelnen großen Akazie. Ihre Nester bauen sie aus Stengeln und Zweigen im Baum
( in Baumhöhlen, zwischen Astgabeln) und polstern diese mit Gräsern und
zernagter Rinde aus. Sie bauen allerdings auch Nester und Gänge unterhalb ihres
Akazienbaumes. Man vermutet, das sie sich bei kälteren Temperaturen in die
unterirdischen Baue zurückziehen. Die Jungtiere bleiben mit den Elterntieren in
einem Nest bis sie fast ganz erwachsen sind. Dann müssen sie sich ihren eigenen
Baum suchen. Ihre natürliche Nahrung besteht aus allem was die Akazie liefert.
Blätter, Knospen, Samen und das Baumharz der Akazie. Außerdem Gras, andere
Samen, Beeren, Wurzeln und gelegentlich Insekten.

Haltung:
Der Käfig sollte der arboralen Lebensweise der Tiere entsprechen und eher
höher als breit sein. 60 cm Höhe sollten mindestens zur Verfügung stehen,
besser ist natürlich eine größere Höhe. Die Breite sollte wenigstens 80 cm
betragen und die Tief 50 cm. Als Einstreu entweder das übliche Kleintierstreu
oder aber ein Sand/Erde-Gemisch. Unentbehrlich sind natürlich Kletteräste. Es
bieten sich Obst- oder Weidenzweige an oder aber dornige Zweige wie von wilden
Pflaumen oder Weißdorn. Ergänzt werden können diese Klettermöglichkeiten
durch dicke Stricke. Als Schlafnest bieten sich Nistkästen aus Holz mit Klappe
zum öffnen an, wie z. B. Wellensittiche verwendet werden. Fehlen dürfen
weiterhin nicht ein Wassernapf oder Trinkröhrchen und natürlich ein
Futternapf.
Ernährung: Hauptsächlich Körnerfutter wie
Großsittich- und Papageienfutter, oder Rattenfutter, Kolbenhirse dazu frischen
Obst wie Apfel, Banane usw. Gemüse wie Karotten, frisches Gras, Löwenzahn und
ab und zu Lebendfutter wie Mehlwürmer oder Heimchen und evtl.
Katzentrockenfutter. Am besten mischt man verschiedenes Vogelfutter (Papageien-,
Wellensittich-, Waldvogel- und Rattenfutter), damit man den Anteil an den vielen
Sonnenblumenkernen reduziert (hoher Fettgehalt). Dadurch haben die Tiere auch
eine große Auswahl an verschiedenartigen Körnern. Frisches Wasser muss
täglich zur Verfügung stehen.

Zucht: Paarungszeit bei
wildlebenden Tieren ist im März/April. In Gefangenschaft können sie sich das
ganze Jahr hindurch fortpflanzen. Nach einer Tragzeit von ungefähr einem Monat
werden 2 bis 5 Junge geboren. Beide Elternteile kümmern sich um die Aufzucht
der Jungen. Das Männchen muss also nicht von der Familie getrennt werden.
Mit ca. 15 Wochen sind die Jungtiere ausgewachsen und geschlechtsreif.
Nachgewiesen ist bis jetzt eine Lebenserwartung von 3 Jahren und 6 Monaten.
(3 Tage alt)
Hier
noch einige Links zu anderen Internetseiten die sich mit diesen Tieren befassen.

Universität
Potsdam
