|
| |
| Kurzkopf-Gleitbeutler
|
| Petaurus breviceps
(engl. Sugar Glider) |
| Allgemeines |
|
Herkunft: Australien, Neu-Guinea,
Indonesien und Tasmanien. Die auf Tasmanien lebenden Tiere sollen laut einer DNA-Analyse
alle von einer Population aus Victoria/Australien
abstammen.
Aussehen: Die Kopf/Rumpflänge beträgt etwa 15 bis 20
cm. Der Schwanz ist etwa so lang wie der Körper. Er wird beim Gleitflug
( bis zu 50 m weit) zum Steuern benutzt oder aber auch zum Tragen von
Nistmaterial. Sie haben große Augen und Ohren. Sie sind grau oder
graubraun gefärbt. Der Bauch ist cremefarbig. Der Kopf ist heller und
besitzt einen Längsstreifen, der sich bis zum Schwanz erstreckt. Sie
besitzen eine behaarte Gleithaut zwischen Vorder- und Hinterbeinen.
Weibchen wiegen ca. 100 bis 135 gr., Männchen etwas mehr (115 bis 160
gr.).

Sugar Glider gehören zu den Beuteltieren wie
Kängurus oder Opossums. Bei diesen Tieren wird der Nachwuchs sehr früh
zur Welt gebracht. Den längsten Teil ihrer Entwicklung verbringen sie
im Beutel oder am Bauch hängend festgesaugt an den Zitzen der Mutter.
In freier Natur leben sie in Kolonien von über 7
Tieren. Die Tiere einer Kolonie erkennen sich an Ihrem Duft. Tiere die
nicht zu einer Kolonie gehören werden angegriffen und verjagt. Es sind
dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Sie leben in Baumkronen der Wälder
und bauen ihre Nester in Astlöchern oder hohlen Bäumen. Sie ernähren
sich von Baumsäften, Insekten, Pollen und Nektar.
|
| Haltung |
|
Ich halte mein Pärchen das inzwischen
schon Nachwuchs hat in einem selbstgebauten Käfig aus Holz, Plexiglas
und Vogeldraht. Er ist ca. 2m hoch, 80 cm tief und 1,20 m breit.
Ausgestattet ist der Käfig mit einem etwa armdicken Ast von ca. 2 m und
etwa daumendicken verzweigten Ästen. Dann gibt es noch 1 Sitzbrett in
halber Höhe und in der Nähe der Futterklappe ein Brett wo das Futter
bereitgestellt wird. Als Schlafplatz habe ich einen Nistkasten für
Nymphensittiche genommen. Außerdem hängt ein Kletterseil von der
Käfigdecke herab, das bis zum Boden reicht und ein Kletterseil ist mit
beiden Enden an der Käfigdecke befestigt. Das Futter reiche ich in
Keramiknäpfen. Plastiknäpfe kippen zu leicht um oder werden
heruntergeworfen. Als Bodengrund benutze ich handelsübliches
Kleintierstreu für Kaninchen. Außerdem habe ich Wiesenheu und
zerrissenes Küchenpapier (ungebleicht) bereitgestellt. Damit
haben sie ihr Schlafnest ausgepolstert.

|
| Ernährung |
|
Als Grundnahrung benutze ich
Papageienfutter und Trockenfutter für Katzen. Bei dem Papageienfutter
ist darauf zu achten, das nicht zu viele Erdnüsse darin sind. Diese
werden zwar sehr gern gefressen, machen aber auch unheimlich dick. Ich
gebe meinen Tieren die Erdnüsse aus der Hand (Gut zum Zähmen der
Tiere) allerdings höchstens 2 Stück pro Tier und Tag ohne Schale. Dann
gibt es jeden Abend verschiedenes Obst wie zum Beispiel Apfel, Banane,
Weintraube, Orange, Mandarine, Birne, Heidelbeeren usw. Das Obst
schneide ich in kleine Stücke. Meine Tiere bevorzugen zur Zeit
Weintrauben und Birnen. Außerdem gebe ich den Tieren jeden Abend etwas
Früchtebrei, Früchte/Reisbrei oder Früchte/Vollkornbrei (Babynahrung
von verschiedenen Herstellern). 1 mal die Woche gebe ich hartgekochtes
Ei mit Schale. Ca. 3 mal die Woche bekommen sie Mehlwürmer und zwar pro
Tier 3 bis 4 Stück. Ich verfüttere auch sogenannte Nager-Rollis für
Zwergkaninchen die Vitamine und Mineralien enthalten.
Selbstverständlich gibt es jeden Tag auch frisches Wasser.

|
| Sonstiges |
|
Diese Tiere markieren ihre Umgebung indem
sie auf die Einrichtungsgegenstände urinieren. Sie tun dies auch mit
Vorliebe am Gitter hängend. Eine Geruchsbelästigung bleibt somit nicht
aus. Ich reinige meinen Käfig einmal die Woche gründlich, indem ich
alles ( Schlafhaus, Kletteräste, Gitter) mit klarem Wasser abwische und den
Kleintierstreu wechsele.
Als ich meine Tiere bekam, war das Weibchen schon
trächtig. Die Tragzeit soll ca. 16 Tage betragen. Die Jungen meistens
zwei, werden sehr klein, nackt, blind, taub und völlig hilflos geboren.
Sie krabbeln sofort in den Beutel der Mutter und saugen sich an den
Zitzen fest. Das Weibchen besitzt insgesamt 4 Zitzen. Die Jungen bleiben
ca. 2 Monate im Beutel der Mutter. Ungefähr 10 Tage nachdem sie den
Beutel verlassen haben öffnen sie die Augen und können auch hören.
Ca. 1 Monat später verlassen sie gemeinsam mit den Eltern das Nest.
Meine beiden Jungtiere sind inzwischen soweit, das sie alleine fressen.
Das Festhalten der Nahrung zwischen ihren Händen klappt allerdings noch
nicht so richtig. Hat man die Möglichkeit diesen Tieren einen genügend
großen Käfig zu geben macht die Anziehungskraft und Possierlichkeit
dieser Tiere die Geruchsbelästigung garantiert wett.

Insgesamt habe ich inzwischen bis März 2002 6 mal Nachzuchten gehabt
mit insgesamt 11 Tieren.
Inzwischen habe ich die Sugar Glider komplett abgegeben.
Hier noch einige Homepages die sich mit diesem Tier beschäftigen:
www.sugarglider.de
YahooGroup Mailingliste

|
|